
Gedanken zur Welt der Videospiele
und allem anderen, was uns bewegt sensationell unterhaltsam festgehalten
und Wort und gelegentlich auch Bild. Inhaltlich hochgradig belanglos
und von zweifelhafter Qualität, doch mit viel Liebe verfasst und
stets unter dem Motto der Website erdacht.
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29. April 2009
Es ist da!!!11EINS
Preiset den Herrn! Nein, Parker
Lewis dauert noch (30. Juni in den USA), aber ein neues Mitglied für
meinen Interstate-Schrein ist endlich da. Natürlich hätte
ich schlicht das offizielle Logo verwenden können, aber das wäre
ja langweilig gewesen. Also habe ich meine unglaublich unglaublichen
Fähigkeiten in der Bildbearbeitung (Regelmäßiges Zitat:
Wieso geht das jetzt nicht, du bekacktes Scheiß-Programm?!!!)
eingesetzt und das Logo etwas abgewandelt. Kaum war's fertig, stolperte
ich ganz zufällig (Ich hatte lediglich die Worte T-Shirt und Druck
in eine populäre Suchmaschine eingegeben) über einen Anbieter,
der einem für kleines Geld das Wunsch-T-Shirt druckt. Das hab ich
jetzt an, bin ziemlich sicher, dass ich es vorher hätte waschen
sollen und komme mir vor als hätt ich grad Klebstoff geschnüffelt
und ich bin um 21 Euro inklusive Versand ärmer, aber sehr, sehr
glücklich. Und cool. Sowieso. War ich vorher auch schon, aber jetzt
ist es Coolness³.
Aber sehen sie selbst...

Das Gelb des Logos ist eher orange,
obwohl's in meinem fertigen Gif natürlich knallgelb war. Keine
Ahnung, was da das Problem war, taugt mir aber trotzdem sehr.
Und weil wir grad dabei sind, hier
die weiteren Zeugnisse meiner Passion:
Interstate '76 ist bis heute wohl
das so ziemlich coolste, was die Branche jemals hervorgebracht hat.
Nicht diese brachiale Gears-Coolness mit fetten Muskeln und dicken Wummen
oder die peinliche stylish-Coolness eines Dante aus Devil May Cry. Auch
nicht die Mega-Wowie-Action-Coolness von Burnout oder die Ich-kann-nicht-aufhören-zu-zocken-Coolness,
die ein Spiel wie Tetris hervorruft, sondern echte, wahre Coolness in
ihrer reinsten Form. Coolness, wie sie nur in den 70ern möglich
war. Natürlich ist das Spiel nicht aus den 70ern, es handelt nur
in dieser Zeitepoche (zudem in einer Paralleldimension, aber das tut
jetzt nichts zur Sache). Ein schwarzer Selbstjustizler mit Afro und
sein weißer Buddy mit Zuhälterbart und wallendem blonden
Haar rächen den Tod ihrer Freundin und Schwester in hochgezüchteten
Muscle-Cars, die bis an die Spoiler bewaffnet sind.
Basierend auf der Technik eines
Mech-Spiels, ging's zu lässiger Musik durch die Wüste und
den bösen Jungs an den Kragen. Und während spielerisch nicht
unbedingt Perfektion erreicht wurde, sind Stil, Look und Atmosphäre
bis heute unerreicht. Ein Meilenstein und wer's verpasst hat, ist selber
schuld. Ich hab's nicht verpasst und wenn mein Rechner nicht so abgefuckt
wäre, ich würde es immer noch einmal im Jahr zocken. So bleibt
mir nur die wehmütige Erinnerung an Zeiten, in denen der Videospielmarkt
noch nicht so gigantisch war und auch außergewöhnliche Projekte
eine Chance hatten. Und weil mein Gehirn langsam vergesslich wird, erinnere
ich mich selbst einfach öfter mal an das Spiel. Sei's durch das
Streichen einer Wand in orange samt aufgeklebtem Logo...

... sei's durch den ausdrücklichen
Wunsch nach einem werbefreien Briefkastens...

... sei's durch die (farblich verkorkste)
Anfertigung einer modischen Tasche...

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